Sonntag, 28. Juni 2015

Von Wiesenblüten und Sommerzauber

Leider lugt die Sonne nicht so viel hinter den Wolken hervor, wie ich es gerne hätte. Doch davon lasse ich mir nicht die Eis-Laune vermießen, nur die Stimmung auf den Fotos war nicht ganz so schön golden, wie ich es gerne gehabt hätte.


Allerdings war das nun schon mein dritter Versuch und langsam habe ich den Eindruck die Sonne macht das mit Absicht. Immer wenn es abends wird, zieht bei uns der Himmel zu und das letzte Mal, als diese Fotos hier entstanden sind, war sie sogar so dreist, tatsächlich wieder hervorzukommen, nachdem ich mein ganzes Fotoequipment eingepackt und gerade mit dem Fahrrad auf dem Rückweg war! Was sagt man dazu?


Vielleicht sollte ich mal einen Beschwerdebrief an die Wetterfee verfassen und mein Geld für die Sonnencreme zurückverlangen, die ich - ohne Witz - erst ein einziges Mal in diesem Jahr benutzt habe. (Das ich auch schon einen Sonnenbrand hatte, lassen wir mal außer Acht. Ich hätte sie vielleicht doch lieber zwei Mal verwenden sollen...)


Das letzte Foto entstand während eines anderen Spaziergangs, als ich auch nur meine Digitalkamera dabei hatte. Ich bin es gar nicht mehr gewohnt damit Fotos zu machen. Ich wollte schon intuitiv am Rädchen drehen, um die Blende einzustellen, für ein schönes Bokeh, aber da war ja gar kein Rädchen :D

Wer gerne noch mehr Sommer möchte, zumindest auf dem Bildschirm, kann gerne mal die Mohnblumen, das Gerstenfeld oder die Rosen ansehen.

Bei der lieben Lea von Lichtreflexe läuft noch bis zum 30. Juni eine Blogparade zum Thema Fototipps. Wenn ihr einen passenden Post habt, dann macht doch noch mit, so wie ich mit meiner Anleitung für ein Herz-Bokeh.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Sommersalat mit Nektarine, Halloumi & karamellisierten Sonnenblumenkernen

Wer mich kennt weiß, dass für mich Salat zum Sommer genauso dazu gehört wie Eis oder Baden oder Sonnenschein. Salate kann ich im Winter einfach nicht essen, da brauche ich was Warmes, aber im Sommer, abends auf der Terrasse mit einem Glas Rotwein, den Sonnenuntergang genießen und einen Salat essen - ja das muss schon sein.



Ich esse Salate in allen denkbaren Variationen, egal ob mit honigglasiertem Ziegenkäse und Rosmarin, mit karamellisierter Birne und Gorgonzola, mit Ziegenfrischkäsebällchen und essbaren Blüten oder mit Bohnen und Schafskäse.


Eine große, große Liebe von mir ist auch der Couscoussalat. Meine Lieblingsversion ist der mit Feta, Limette und Knoblauch. Aber auch der Tomatencouscoussalat mit Minzjoghurt schmeckt toll.
Couscous esse ich ohnehin in jeder denkbaren Kombination: warm-kalt, süß-herzhaft, indisch-mediterran. Da fällt mir ein, kennt ihr schon das Rezept für das Kichererbsencurry?


Aber heute geht es ja nicht um Couscous, sondern um meinen tollen neuen Sommersalat. Der besticht durch warmen, gebratenen Halloumi mit feiner Thymiannote, in Honig karamellisierten Sonnenblumenkernen und frischer Nektarine.

Dazu gab es bei mir ein Balsamico-Dressing. Ursprünglich geplant war zwar ein Limetten-Olivenöl Dressing, aber Madame hat beim Einkaufen die Limetten vergessen. Tja.


Zutaten für 2 große Teller Sommersalat:

1 Eisbergsalat
10 Cocktailtomaten
1 Nektarine
1 Stück Halloumi á 250 g
2 EL Sonnenblumenkerne
2 TL Honig
2 TL Thymian
Balsamico-Essig
Olivenöl
Salz


Honig in einer Pfanne erhitzen, bis er anfängt zu blubbern. Sonnenblumenkerne hinzugeben, gut durchrühren und solange in der Pfanne lassen, bis die Masse anfängt braun zu werden. Dann auf ein Stück Backpapier geben und die Kerne schön breit drauf verteilen. Abkühlen lassen.

Salat waschen, in mundgerechte Stücke rupfen und auf 2 tiefen Tellern verteilen. Cocktailtomaten halbieren, Nektarine halbieren und jede Hälfte in sechs Stücke schneiden. Beides auf dem Salat anrichten. Aus Balsamico, Olivenöl und Salz ein Dressing anmischen und über den Salat geben.

Halloumi in einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten und mit Thymian würzen. Den fertigen Käse auf den Salat geben, mit karamellisierten Sonnenblumenkernen bestreuen und servieren.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Aprikosen-Rosmarin Quarkeis

Eis ist des Foodbloggers größter Gegenspieler, denn im Gegensatz zu allen anderen zubereiteten Speisen, läuft es einem im wahrsten Sinne des Wortes davon. Deshalb ist das Timing das A und O. Bevor das Eis in das Setting integriert wird, muss alles sitzen. Die Deko, das Licht. Am besten macht man schon vorher ein paar Testfotos, um zu sehen wo es noch hapert. Und dann heißt es schnell sein. Sobald das Eis das Rampenlicht betritt, muss jedes Foto sitzen, denn die Zeit zwischen der perfekten Konsistenz um das Eis zu schönen Kugeln zu formen und dem Moment, an dem es anfängt zu schmelzen, ist sehr begrenzt.



Aus diesem Grund ist es für Anfänger auch wesentlich einfacher mit Eis-am-Stiel anzufangen. Das zerläuft meiner Erfahrung nach nicht so schnell und es sieht auch immer ganz vorzeigbar aus, wenn es aus der Form rauskommt.
Außerdem ist nichts einfacher zu machen, als ein Eis-am-Stiel. Habt ihr schon das Erdbeer-Kokos Eis mit dunkler Schokolade probiert? Ebenfalls sehr lecker ist Kirsche-Kokos mit Vollmilch oder mein Favorit, da es mich an meine Kindheit erinnert, ist das Vanille-Schokoladen-Schichteis, das richtig schön knackt, beim Reinbeißen.



Rosmarin und Aprikose bilden ein eben so tolles Dreamteam wie z.B. Erdbeer-Basilikum. Das hatte ich letztens in einem Restaurant zum Nachtisch gehabt. Ein Erdbeereis mit Basilikumpesto. Im ersten Moment denkt man - Pesto auf Eis? Das kann nicht gut gehen - aber es war mega lecker. Und der Rosmarin ist sogar etwas dezenter im Eis, bildet also nur die feine Note, die dieses Eis meiner Meinung nach, perfekt macht.



Natürlich ist es nicht so schön cremig, wie ein Eis aus der Eismaschine (was man leider auch an meinen Kugeln sieht, die nicht perfekt rund sind), dafür ist es aber relativ gesund und kalorienarm und das war mir in erster Linie wichtiger.



Zutaten für 4-5 große Kugeln Aprikosen-Rosmarin Quarkeis:

2-3 Aprikosen (je nach Größe)
200 g Quark
50 g Puderzucker
2 TL Rosmarinnadeln
1 frisches Eiweiß



Alle Zutaten, bis auf das Eiweiß, in den Mixer geben und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Diese in eine Tiefkühlbox füllen. Das Eiweiß sehr steif schlagen und vorsichtig unter den Aprikosenquark heben. Alles für mindestens 4 Stunden in den Gefrierschrank geben. Vor dem Servieren gegebenenfalls 20 Minuten vorher aus dem Tiefkühler holen und antauen lassen.

Freitag, 12. Juni 2015

Haferflocken-Buttermilchbrot mit Rosmarin und Sonnenblumenkernen


Mein neuestes Hobby lautet Brot backen. Es gibt nichts schöneres, als der Duft von frisch gebackenem Brot, der durch die Wohnung weht. Ich bin dann immer so ungeduldig und würde am liebsten sofort etwas von der knusprigen Kruste probieren, aber das Brot braucht immer viiiel zu lange, bis es endlich abgekühlt ist. Wenn es innen noch lauwarm ist, schneide ich es auf und esse es nur mit Butter bestrichen. So köstlich!


Ich habe schon ein paar Brotrezepte ausprobiert und dieses ist mir das Liebste. Ich wage mal zu behaupten, dass es besser schmeckt, als das Dinkelbrot von unserem Stadtbäcker. Außerdem ist es für Brotverhältnisse wirklich leicht zu machen. Wer keine Lust auf komplizierten Sauerteig hat, der wird das Dinkel-Buttermlichbrot mit Haferflocken lieben. Es steckt voller guter Zutaten, die man nach eigenem Geschmack anpassen kann. Meine liebste Kombination ist mit Sonnenblumenkernen und Rosmarin, es schmeckt aber aucht sehr lecker mit Sesam und Mohn, oder ganz ohne Nüsse und Gewürze. 


Hier gab es ja schon ein paar Brötchenrezepte. Zum Beispiel zum Start der Grillsaison, macht sich ein Oliven Foccacia sehr gut oder mögt ihr gerne schnelle Dinkel-Quarksemmeln? Und natürlich die Bärlauchbrötchen, die ich euch im Frühjahr präsentiert habe.


Zutaten für ein Haferflocken-Buttermilchbrot:

500 g Dinkelmehl
500 ml Buttermilch
160 g Haferflocken + 2 EL
1 Pck. Trockenhefe
1 EL Honig
15 g Salz

Optional:
3 EL Sonnenblumenkerne
3 Zweige getrockneter Rosmarin


Mehl, Haferflocken, Hefe und Salz miteinander vermischen. Die Sonnenblumenkerne und die Rosmarinnadeln hinzufügen. Die Buttermilch mit dem Honig in der Mikrowelle kurz erwärmen (bis sie gerade lauwarm ist) und zu den trockenen Zutaten geben. Mit den Händen zu einem Teig verkneten und diesen zugedeckt an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig noch einmal kurz durchkneten und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Zu einem runden Laib formen, mit den 2 EL Haferflocken bestreuen und nochmals für 15 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Brot für 40 Minuten in den Ofen schieben.

Samstag, 6. Juni 2015

Erdbeer-Buttermilch-Kastenkuchen

Das zweite Rezept von meinem Backmarathon letzte Woche, darf ich euch heute präsentieren: Einen Erdbeer-Buttermilch-Kastenkuchen. Die Erdbeersaison hat ja auch gerade erst begonnen, ihr habt also noch ganz viel Zeit dieses Kuchenschätzchen nachzubacken. Der Teig ist wirklich sehr, sehr einfach zu machen und quasi im Handumdrehen angerührt.



Mir zuvor gar nicht klar, wie toll sich Pistazien zusammen mit Erdbeeren auf einem Kuchen machen. Die Buttermilch macht den Kastenkuchen weich und durch das Obst wird er schön fruchtig.
Das Originalrezept stammt von Jeanny, deren Rezepte übrigens immer gelingen. Da könnt ihr ruhig mal ein bisschen rumstöbern. Weil ich ein paar Zutaten von den Mengenangaben variiert habe, schreibe ich euch meine Version des Erbeer-Buttermilch-Kastenkuchens auch noch auf.


Wisst ihr was toll ist? Ihr könnt das Obst nach Jahreszeit variieren. Ich kann ihn mir z.B. sehr gut mit Himbeere und Mandelblättchen oder mit Pfirsich und gehackten Haselnüssen vorstellen.


Zutaten für einen Erdbeer-Buttermilch-Kastenkuchen:

200g Mehl
180 g Zucker
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
150g gemahlene Mandeln
175g Butter
3 Eier
150ml Buttermilch
180 g Erdbeeren
4 EL gehackte Pistazien
2 EL Zucker


Zunächst die trockenen Zutaten (Mandeln, Mehl, Zucker, Backpulver und Salz) miteinander vermischen. Dann Eier, Butter und Buttermilch hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und glatt streichen.
Die Erdbeeren waschen und vierteln. Den Teig mit Erdbeerstücken gleichmäßig belegen und mit Pistazien und Zucker bestreuen.
Bei 180° Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten lang backen.

Montag, 1. Juni 2015

Rhabarber-Nektarine Käsekuchen

 

Das Wochenende glich einem Backmarathon. Ich habe für eine Geburtstagsfeier vier Kuchen gebacken und so gerne ich das auch mache, es war schon eine ziemliche Herausforderung. Vor Allem die Berge mit Abwasch danach - aber das wollt ihr sicherlich nicht hören.


Ich erzähle euch lieber, was es für leckere Kuchen gab. Ich hatte endlich die Gelegenheit meinen - wenn ich ein Buchblogger wäre, würde man das jetzt SUB nennen, also sagen wir doch SUR (Stapel ungemachter Rezepte), abzuarbeiten. Der ist nämlich wirklich sehr lang. Vielen Dank an meine Blogger-Kollegen, die mich mit ihren unzähligen, tollen, köstlichen Rezepten, jedes Mal aufs Neue verführen und dafür sorgen, dass mein SUR garantiert nie unter die 50 Rezepte Grenze fällt. ;-)


Ein Rezept, welches mir schon lange im Kopf rumschwirrte, war das für einen Rhabarber-Nektarine Käsekuchen. Und was soll ich da noch groß sagen, ich liebe ihn! saurer Rhabarber, fruchtige Nektarine, cremiger Quark eine leichte Vanillenote.


Mein bisheriger Liebling - der Käsekuchen mit Mohn & Kirschen hat harte Konkurrenz bekommen mit dem

Rhabarber-Nektarine Käsekuchen:

1 fertigen Mürbeteig oder einen selbstgemachten (z.B. diesen hier)
50 g gemahlenen Mandeln
400 g Quark
400 g saure Sahne
60 g Speisestärke
100 g Zucker
1 TL gemahlene Bourbon-Vanille
1 TL abgeriebene Zitronenschale
4 Eier
200 g Rhabarber
200 g Nektarinen
Puderzucker


Eine gebutterte Springform mit dem Mürbeteig bis zum Rand auskleiden.
Quark, saure Sahne, 50 g Stärke, Zucker, Eier, Bourbon-Vanille und Zitronenabrieb glatt rühren. Den Rhabarber schälen in ca. 3 cm lange Stücke schneiden. Die Nektarinen entkernen und in grobe Stücke zerkleinern. Die Mandeln auf dem Teigboden verteilen, dann die Quarkmischung darüber geben und glatt streichen. Rhabarber und Nektarinen mit der restlichen Stärke vermischen und auf der Füllung verteilen.

Bei 190° Ober-/Unterhitze ca. eine Stunde lang backen. (Stäbchenprobe!)

Nachdem der Kuchen vollständig ausgekühlt ist, aus der Springform holen und ihn anschließend mit Puderzucker bestäuben.


Wer Lust auf weitere Cheesecakerezepte hat, kann mal hier schauen.